Was Sie über Homeschooling, E-Learning und Co. wissen müssen

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12 Apr. 2021

Von der Physikeinheit mittels Videokonferenz über das Fremdsprachen Lernen anhand von ausgedruckten Übungsblättern bis zum Mathematikunterricht mit Hilfe von Online-Plattformen wie Mebis. So sieht Abwechslung aus — aber auch Chaos. Das stellt nicht nur Ihr Kind vor große Herausforderungen, sondern auch Sie als Elternteil. Was Sie über Homeschooling, E-Learning und Co. wissen müssen, damit der Unterricht in den eigenen vier Wänden klappt, sagen wir Ihnen hier in diesem Artikel.

Homeschooling — ein neuer Begriff mit langer Tradition

Schätzungsweise 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche werden in den USA zu Hause unterrichtet. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist es nichts Ungewöhnliches, wenn Kinder von ihren Eltern unterrichtet werden. Und dort wird geklotzt, nicht gekleckert: perfekt ausgestattete Klassenzimmer im Eigenheim, teure Schulungen für sich berufen fühlende Eltern und spezielle Proms für Homeschooler zur Unterhaltung der Kinder. Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch COVID-19 innerhalb eines Wochenendes organisiert werden musste, ist in den USA zu einem riesigen Industriezweig herangewachsen, in dem ordentlich Geld verdient wird.

Homeschooling wird in den USA als neue Form des Unterrichts zelebriert, kann aber eigentlich gerade in deutschsprachigen Länder auf eine lange Tradition zurückblicken. Schließlich wurden schon Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart und Arthur Schnitzler zu Hause unterrichtet. Und aus denen ist auch etwas geworden. Zugegebenermaßen konnten deren Eltern aber auf Hauslehrer zurückgreifen. Und das machte das Ganze für diese um einiges stressärmer.

Mama und Papa als Lehrer — kann das funktionieren?

Wenn der Traum vom Hauslehrer aufgrund von Social Distancing und den zu erwartenden Kosten geplatzt ist, müssen sich Eltern mit der Realität des Homeschoolings auseinandersetzen. Und das muss keine furchterregende sein — vor allem, wenn die Grundpfeiler des heimischen Unterrichtgerüsts stehen. Vor allem Struktur muss hier besonders groß geschrieben werden: täglich zur gleichen Zeit aufstehen, nicht den ganzen Tag im Pyjama abhängen und Lern- von Freizeit trennen. Und darüberhinaus den Alltag so gestalten, dass das Kind zu Hause motiviert lernen kann. Damit Homeschooling gut funktionieren kann, muss also zunächst Struktur gegeben sein.

Um dem Ganzen zusätzlich den Stress zu nehmen, gibt es eine große Anzahl von Online-Angeboten, die den Eltern zumindest ein wenig Unterrichtslast von den Schultern nehmen können.

TV, Laptop und Handy — die Hauslehrer der Gegenwart

Das multimediale Lernangebot ist groß, warum also nicht darauf zurückgreifen? Es gibt Lern-Apps wie ClassNinjas für Mathematik. Oder aber auch die Anton-App, die Kinder beim Lernen für Deutsch, Biologie und andere Fächern unterstützt. Plattformen wie Sofatutor und Lernattack bieten Lernvideos und Online-Tutorials an. Und auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ziehen mit: Dort finden sich interessante Dokumentationen in den Bereichen Geschichte und Naturwissenschaften. Auch das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) hat nun seine Online-Mediathek kostenlos geöffnet — voraussichtlich bis zum 30. Juni 2020. Und diese Mediathek ist prall gefüllt: Mehr als 1.100 Unterrichtsfilme und über 5.000 Sequenzen sind dort abrufbar, bestückt mit darauf zugeschnittenen Arbeitsblättern, Grafiken und Lernspielen. Ein Traum für alle Eltern, die Homeschooling und Homeoffice unter einen Hut bringen müssen, oder?

Homeschooling und E-Learning — Zeit zum Umdenken

Die vielen Online-Angebote, die Eltern und Kindern nun geboten werden, bergen vor allem auch eines: das Potential zum Umdenken. Wurden TV, Laptop und Handy von vielen Eltern vor COVID-19 verachtet, da sie im Verdacht standen, die Kinder vom Toben im Freien abzuhalten, so sind sie jetzt ein unabdingbares Werkzeug und wichtiger Partner.

Mathe-Apps, die Rechenmethoden näherbringen, Unterrichtsfilme, die Photosynthese anschaulich erklären, oder Lernspiele, die sich der Beistrichsetzung widmen — sie alle sind da, um Eltern und Kind zu helfen. Eine Hilfe, die sich anzunehmen lohnt. Warum? Weil damit Lernzeit für Eltern und Kind stressärmer und die gemeinsam Freizeit schöner wird.

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